1. Einführung eines bundeseinheitlichen Bildungsgutscheines für alle Bildungseinrichtungen von der frühkindlichen Bildung bis hin zu Schulen, Hochschulen und Berufsschulen

(Quelle: Das NeZ UG)


Bei dieser Forderung wenden wir ein Werkzeug an, was es bereits gibt und das sich in der gesellschaftlichen Realität bewährt hat. Der „Berliner Kitagutschein.“ Jedes Kind in Berlin erhält nach einem recht komplizierten und bürokratischen Antragsprozedere einen Kitagutschein, mit dem die Eltern sich einen Kindergartenträger ihrer Wahl aussuchen können.

Dieses Modell hat verschiedene Vorteile:

Der Träger wird durch die Gutscheine finanziert, er gehört also denen, die ihn nutzen. Die Besitzer identifizieren sich mit ihrem Kindergarten, sie verwalten ihn selbst und passen den Träger von allein, den sich ändernden Gegebenheiten an.

Es bildet sich ein „freier Markt“ an Trägern, die untereinander im Wettbewerb stehen. Ein attraktiver Träger mit einem überzeugendem Konzept kann mehr „Kunden werben“ als ein unattraktiver.

So entsteht „ganz nebenbei“ eine „soziale“ Marktwirtschaft im Bildungswesen und zwar gerade in einem gesellschaftlichen Bereich, der bis heute geprägt ist von quasi sozialistischer Planwirtschaft mit den damit verbundenen Verwaltungs- und Bevormundungsbürokratien.

Was in den Berliner Kindergärten bereits seit Jehren funktioniert, lässt sich prinzipiell auf alle Bildungsträger anwenden, natürlich bedarf das vieler Reformen, eine Universität ist etwas anderes als ein Kindergarten. Über eine einfache Reform erledigt sich ein großes Problem fast von selbst. Diesen Effekt werden wir bei günstige-intelligenz.de oft staunend bewundern. GI wird die genauen Kosten der jeweiligen Bildungsstätte und somit den Wert der einzelnen Bildungsgutscheine für die verschiedenen Schulformen ermitteln. Ein Kitagutschein in Berlin ist im Jahre 2017 ungefähr 800 € wert. Sicherlich wird ein Bildungsgutschein für ein Gymnasium teurer sein, als der für eine Grundschule. Dieses System ist nicht nur besser, weil intelligenter, sondern wird auch kostengünstiger als das jetzige sein.

Jedes Kind erhält automatisch ab einem bestimmten Lebensalter den für die anstehende Bildungsstätte benötigten Bildungsgutschein. Jegliche Vergabebürokratie entfällt. Mit dem jeweiligen Gutschein suchen sich die Eltern und das Kind aus verschiedenen Alternativen den ihnen genehmen Träger aus und schließen mit diesem einen Bildungsvertrag ab. Der Träger hat eine selbst gewählte Organisationsform (e.V. oder gGmbH oder GmbH) und gehört letztlich denen, die ihn durch ihre Nutzung finanzieren. Das Kind und die Eltern wachsen in eine demokratische Kultur hinein und bestimmen in einem gesetzlichen Rahmen die Entwicklung „ihres“ Trägers selbst. Das klappt in Berliner Kitas sehr gut, auch wenn der Kitagutschein nur eine sehr bescheidene wirtschaftliche Basis zulässt und auch die ist für Berlin nur durch den Länderfinanzausgleich möglich. Der Berliner Kitagutschein kostet ungefähr so viel, wie das Bundesland Bayern jährlich nach Berlin überweist. „Vielen vielen Dank liebe Bayern,“ diese Worte sollte jeder Berliner Bildungssenator wenigstens einmal im Jahr sagen! Das wäre höflich!


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