9. Reform der Lehrmittelfinanzierung und Refinanzierung

Laut OECD Bildungsbericht 2014(1) gehört Deutschland im Vergleich mit 30 Industrienationen zu den Ländern, in denen der Bildungserfolg der Kinder stark von deren sozialen Hintergrund abhängt. Deutschland liegt bei den Bildungsausgaben weit unter OECD Durchschnitt. Kinder aus so genannten "bildungsfernen Haushalten" haben immer weniger Chancen in einer dynamischen Wirtschaft. Deshalb sollte diese, unsere Forderung eigentlich selbstverständlich sein.
Alle schulischen Lehrmittel sind umsonst und zwar für alle!

Ja, die Reichen müssen auch nichts bezahlen, erstens sind das vergleichsweise Wenige und es werden immer weniger und zweitens fangen wir keine neue Vergabebürokratie an, sondern schaffen solche eher ab!
Liebe Reiche, bitte tut uns dafür zwei Gefallen, erstens bekommt mehr Kinder, wir brauchen auch Eure wohlerzogenen, meistens ja auch hochbegabten Edelsprösslinge und zweitens, bitte würdigt unser Geschenk und zahlt mehr Steuern oder zahlt überhaupt Steuern, das wäre großartig.
Apropos Steuern, diese Forderung gehört nicht direkt hierher, sei aber der Vollständigkeit halber doch erwähnt.
Alle weiteren Bildungsausgaben sind für die Eltern steuerlich absetzbar!
Lesen Sie dazu bitte mehr im Kapitel Steuern

Die weiteren Forderungen von günstige-intelligenz.de:

  • Die neu zu bildenden Bundesinstitute für Bildung werden für die Erfüllung ihrer Forschungsaufgaben großzügig ausgestattet, also nicht nur das unvermeidbar Notwendige, sondern Etats, die sich in ihrer Höhe an den Forschungsausgaben innovativer Industrieunternehmen orientieren.
  • Die Bundesinstitute loben für besonders gelungene Lehrmaterialien Preise aus, die es den Herstellern ermöglichen, weitere qualitativ hochwertige Produkte entwickeln und herstellen zu können.

Diese Investitionen sind sehr gewinnbringend. Hochwertige Lehrmittel, basierend auf wissenschaftlich fundierten und modernen Methoden werden ein Exportschlager sein, der die deutsche Autoindustrie vor Neid erblassen lassen wird. Der Wettbewerb, sowohl unter den Bundesinstituten als auch unter den Lehrmittelherstellern und die freie Auswahl der Konsumenten bilden den Boden für eine lebendigen Markt und somit für eine wirklich funktionierende Marktwirtschaft.

Soweit zur Finanzierung der Lehrmittel. Kommen wir zur Refinanzierung der entstehenden Kosten für die Gesellschaft. Diese ist so einfach, das sie sich in einem einzigen Satz beschreiben lässt:

Jeder in die Bildung investierte Euro generiert vier Euro Wirtschaftsleistung.

Vierhundert Prozent Profit, ein Bombengeschäft, das schafft man nicht einmal mit Drogenhandel! 241 Milliarden Euro hat das deutsche Volk für die Bankensicherung 2008 bezahlt, (2) wie viele Schulbücher sind das? Hätte man diese Summe in Bildung investiert wäre langfristig ein wirtschaftlicher Nutzen von fast einer Billion Euro entstanden, meine lieben Leser eine Billion Euro in Zahlen: 1.000.000.000.000

Was jedoch hat unser Volk von der Bankenrettung: Nichts, Nada, Niente! Ganz im Gegenteil, die Commerzbank, praktisch verstaatlicht, also unter Aufsicht des Staates bescheißt weiter, leistet Beihilfe zu Steuerflucht und beteiligt sich an zweifelhaften Cum-Cum und Cum-Ex Geschäften! Auch diese Zeche zahlt wie immer das Volk und zwar in dreistelliger Millionenhöhe! Wo ist da die Aufsicht, welcher Bock wurde da zum Gärtner gemacht, was muss denn noch passieren, dass sich etwas ändert? ...

Unser neues Zertifikat für Lehrmittel enthält neben der pädagogischen Zulassung durch ein Bundesinstitut auch eine Zulassung des Finanzamtes, welche sicherstellt, dass bei dessen Herstellung Sozialstandards eingehalten und die landesüblichen Steuern bezahlt wurden.
Irgendwo muss man ja mal anfangen, also tun wir es in der Bildung!


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