10. Gründung von Instituten zur Herausgabe von verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards

Danke, liebe Leserinnen und Leser,
Sie haben tapfer durchgehalten, jetzt sind wir beim letzten Punkt des Themas "Energie und Umwelt," der da etwas kompliziert heißt: "die Errichtung von Instituten zur Festlegung und Durchsetzung verbindlicher Umwelt- und Sozialstandards."
Diese Institute sind "Geschwister," die einen in den Herstellerländern und die anderen in Deutschland. Gemeinsam erfüllen sie zwei Aufgaben: zum einen, die Festlegung der nationalen Standards, zum anderen die Durchsetzung dieser beim Verkauf in Deutschland.
Aufgabe 1, die Festlegung: die deutschen Institute bringen das Jahrhunderte alte Knowhow von Tarifgestaltung mit, da geht es nicht nur um Löhne und Arbeitszeiten, es geht um das komplexe System einer "sozialen" Marktwirtschaft von A wie Arbeitsschutz bis Z wie Zeitarbeit. Die Institute in den Herstellerländern bringen die nationalen Besonderheiten ein: ethnische, religiöse, klimatische und geschichtliche Faktoren müssen berücksichtigt werden: Denn es geht nicht darum, überall deutsche Verhältnisse einzuführen, im Gegenteil, wir Deutschen können auch noch viel lernen, es geht um praktikable, aber menschliche Bedingungen. Es kann sogar sein, dass Arbeit von Jugendlichen erlaubt wird, die in Deutschland als Kinderarbeit verboten wäre, wenn dies ab einem bestimmten Alter, im Rahmen einer Ausbildung, zeitlich begrenzt und unter besonderen Sicherheitsaspekten geschieht, kann eine solche Regelung ein Segen bei der Bekämpfung der oftmals hohen Jugendarbeitslosigkeit sein. Beim Umweltschutz geht es darum, überhaupt erst einmal anzufangen, die grundlegendsten Katastrophen zu bewältigen, mit unseren deutschen, oftmals sehr bürokratischen und komplizierten Verhältnissen werden wir da nicht weit kommen!
Aufgabe 2, die Durchsetzung: Die einheimischen Produzenten reichen bei den einheimischen Instituten die standardisierten Nachweise ein, diese werden geprüft und bestätigt. Diese Bestätigungen sind zwingende Voraussetzungen für einen Export nach Deutschland, hier bekommen die Importerte die Plakette von den deutschen Instituten.
Das Prozedere ist für uns überschaubar, in vielen Ländern fangen wir aber bei Null an. Oftmals gibt es überghaupt keine wirksamen Kontrollmechanismen. Bei der Rohstoffgewinnung in der dritten Welt machen Konzerne was sie wollen. Die so verursachten Umweltkatastrophen werden noch Genrationen beschäftigen. Erdölförderung in Nigeria, Urangewinnung in Namibia, Steinkohleabbau in Kolumbien, wenn es überhaupt Regelungen gibt, werden diese ignoriert, wer aufmuckt, wir erschossen, das ist die heutige Realität, weltweit! Der mutige, aufopferungsvolle Kampf von Gewerkschaftern, indigenen Völkern, NGOs, Ärzten, Journalisten und Umweltschützern macht auf die Katastrophen aufmerksam und verhindert oftmals noch Schlimmeres. Sie haben aber nicht die Macht, auch nur ein Problem dauerhaft und nachhaltig zu lösen, nach einem mühsam erkämpften Teilerfolg, kommt der nächste, noch korruptere Präsident und macht alles zunichte. Wenn gar nichts mehr hilft, baut man eine brutale Guerillabewegung auf, Waffen gibt es immer! Alle Aktivisten, die für Veränderungen kämpfen, werden unsere Forderung begrüßen. Wir verneigen uns vor ihrem Kampf und geben ihnen endlich ein wirksames Werkzeug in die Hand, unseren "Umwelt- und Sozial TÜV": ohne Nachweis kein Export! Ohne Plakette kein Verkauf in Deutschland! Kolumbianische Steinkohle dürfte unter den jetzigen Produktionsbedingungen nicht importiert werden!

Pause! Sie werden jetzt langsam mit dem Gedanken vertraut, sie haben den ersten Schock, "wie soll denn das gehen(?!)" überwunden und stellen sich jetzt vor, wie der Alltag dieser Institute aussieht ... und vielleicht läuft Ihnen, so wie mir anfangs, auch ein kalter Schauer über den Rücken, .. ja, diese Institute haben Macht! Sie haben sogar große Macht! Jeder Konzern, sei er noch so groß und mächtig, braucht die abgestempelten nationalen Nachweise und jede Handelskette, sei sie noch so groß und mächtig, braucht die nummerierte Plakette für den deutschen Handel. Die Regierungen sind außen vor, die Institute sind unabhängig und finanzieren sich über so genannte "mittelbare Staatsbeleihungen,(1) so wie unser Vorbild, die deutschen "Technischen Überwachungsvereine genannt TÜV." Keine korrupten Beamten, kein Verweis auf mangelnde Gesetzeslage, kein Druck auf Aktivisten, kein Gefängnis, kein Mord. Ohne Stempel kein Export! Ohne Plakette kein Verkauf! So einfach ist das!
Natürlich ist es nicht einfach, auch dafür braucht es mutige Menschen, die so etwas durchsetzen und viel viel Geduld und Zeit!

Sagen Sie jetzt immer noch, der Aufwand ist zu hoch?! Mit diesem Werkzeug können wir, ohne uns in die Angelegenheiten irgend eines Landes einzumischen und ohne auf Unterstützung korrupter Eliten und mächtiger Konzerne angewiesen zu sein, die Verhältnisse effektiv verbessern. Das Ganze ist vollkommen ideologie- und religionsfrei, ja es ist sogar "politikfrei," also es braucht keine politischen Instanzen. Es braucht sie lediglich in Deutschland, wo ein Gesetz diese Plakette verbindlich vorschreibt und den §259 StGB an die neuen Erfordernisse anpasst.

Es ist nur eine einzige Idee: Menschenrecht und Erhalt der Umwelt und zwar weltweit! Noch einmal: Der deutsche Gesetzgeber erklärt nichts weiter, als dass in Deutschland verkaufte Produkte ökologischen und sozialen Mindestanforderungen der Produzentenländer entsprechen müssen und das dies von unabhängigen Instituten bestätigt werden muss. Wer in Deutschalnd ohne diesen Nachweis, ein im Ausland hergestelltes Produkt verkauft, macht sich der Hehlerei nach §259 StGB schuldig!

Bildquelle: © faz net

Kinderarbeit in Nepal. Die FAZ schreibt zu diesem Bild: "Das Ziel der Vereinten Nationen, bis 2016 die gefährlichsten Formen von Kinderarbeit zu beseitigen, scheint in weite Ferne gerückt. So arbeitet laut ILO über die Hälfte der 168 Millionen Kinderarbeiter weltweit unter gefährlichen Bedingungen, beispielsweise unter Tage oder während der Nacht. Auch die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger bleibe ein Problem." (1)

Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns nun endlich Taten sehn ...
Schluss damit ... und zwar sofort und überall auf unserer Welt!

Bildquelle: pixabay

Wir fassen die Wirkungen unseres Werkzeuges: "Durchsetzung von verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards für alle Produzenten weltweit" zusammen:

  1. In den Produzentenländern der dritten Welt entstehen trotz unzureichender Gesetzeslage und unfähigen oder/und korrupten Eliten menschenwürdigere Arbeitsplätze und umweltverträglichere Industrien.
  2. Industrien, die auf der skrupellosen Ausbeutung von Mensch und Natur beruhen, sterben aus.
  3. Es entstehen Institute in diesen Ländern, die politisch und staatlich unabhängig sind und eine große ökonomische Macht besitzen, diese Institute sind eine starke Keimzelle für Menschenrechte und Umweltschutz.
  4. Besser bezahlte Arbeitskräfte schaffen einen Binnenmarkt, der exportunabhängig und somit krisenfester ist.
  5. Es entsteht eine immer größere Zivilgesellschaft und ein wirtschaftlicher Mittelstand, der unabhängig von politischen, religiösen, Parteien- oder Konzerninteressen ist.
  6. Es entsteht eine wirksame Unterstützung der Herausbildung einer kapitalistischen sozialen Marktwirtschaft und einer widerstandsfähigen parlamentarischen Demokratie mit regionalen Besonderheiten.
  7. Einheimische, oftmals korrupte Eliten aus Parteien, Militär, Kirchen und der traditionellen Oberschicht sowie die Interessenvertreter internationaler Konzerne werden gewaltfrei Schritt für Schritt entmachtet.
  8. Produktionsstandorte in Deutschland, in Europa und überall auf der Welt, dort, wo heute schon unter sozial und ökologisch hohen Maßstäben produziert wird, sind nicht mehr länger einem chancenlosen Wettbewerb mit menschenverachtenden, umweltschädlichen und damit sehr viel billigeren Produzenten ausgesetzt.
  9. In den Instituten in Deutschland und Europa wird das Jahrhunderte alte Wissen von Gewerkschaften, demokratischen Parteien und fortschrittlichen Ideen gebündelt und in konkreten Parametern für die gesamte Welt nutzbar gemacht, dies ist ein starker Motor für das Entstehen einer weltweiten sozialen Marktwirtschaft, der andere Motor ist freies Unternehmertum und die Schöpferkraft von gut ausgebildeten, gesunden, sozial abgesicherten, schöpferischen und engagierten Menschen auf der ganzen Welt.
  10. Die Globalisierung, der Klimawandel, die entfesselten Finanzmärkte, Völkerwanderungen, das Auslöschen ganzer Zivilisationen, das Absterben ganzer Industrien, Kriege, Hunger, Krankheiten, Kinderarbeit und Elend sind inzwischen Probleme, die die Existenz der gesamten Menschheit in Frage stellen. Die Eliten haben bisher versagt und sind oft die Ursache der Probleme. Politische Willensbekundungen bringen gar nichts.
  11. Die Arbeit hat den Menschen aus dem Tierreich hervortreten lassen und zu dem gemacht, was er heute ist: der Mensch! Die menschliche Arbeit ist in vielen Ländern der Erde zu menschenverachtender, brutaler Ausbeutung degeneriert worden und macht nur einige Wenige satt und reich. Kein noch so primitives Tier tut so etwas seinen Artgenossen an! Die Arbeit muss sofort und weltweit so umgestaltet werden, dass sie ihren einstigen und einzigen Sinn wieder erfüllt: ein Leben in menschlicher Würde!

Pause, Durchatmen!

Der engagierte Zeitgenosse Johann Wolfgang Goethe, von dem auch unser Motto stammt, würde seinen Faust an dieser Stelle sagen lassen:


Ja, diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
Das ist der Weisheit letzter Schluß:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muß.
Und so verbringt, umrungen von Gefahr,
Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,
Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.
Zum Augenblicke dürft ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdentagen
Nicht in Äonen untergehn.-
Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick.


Schön oder?!
Ja meine Lieben, zu schön um wahr zu sein, ich kann nicht anders und muss Sie in unsere traurige heutige Realität zurück holen und Ihnen vorführen, wie Politik heute funktioniert und wie meilenweit sie davon entfernt ist, auch nur den Ansatz einer Lösung zu haben, geschweige denn durchzusetzen, es ist zum Heulen, im wahrsten Sinne des Wortes!

Bildquelle: © WAZ Foto: Kai Kitschenberg

Das mit dem Heulen ist wörtlich gemeint, die ehemalige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat wirklich geweint und zwar herzzerreißend! ... Wann und wo? Wir schreiben den 21.Dezember 2018 in Bottrop im Ruhrpott. Es wird ein Theaterstück gegeben, es ist eine Farce! Der Abend heißt:: "Übergabe der letzten deutschen Steinkohle an Bundespräsident Steinmeier in der Zeche Prosper Haniel."
Vielleicht ist noch wichtig zu erwähnen, dass die weinende Hannelore in der SPD ist, so wie der Steinmeier. Das ist die Partei, die vor ganz ganz langer Zeit auch für die Rechte von Bergbaukumpels gekämpft hat, aber das ist wirklich lange her. Heute wird nur noch medienwirksam geweint.
Auf dem Bild sehen wir die etwas Schmutzigen mit den Helmen, ... das sind die Kumpels, sie sind nur noch die Statisten für die Inszenierung. Die Hauptrollen spielen die Sauberen mit den teuren Anzügen. Sie spielen die große Opfer, die tragischen Helden, die für nichts können! Dass gerade sie für das ganze Schlamassel verantwortlich sind, interessiert niemanden, auch nicht die zahlreich anwesende Presse. Die kümmerst sich wie so oft nur noch um die Hofberichterstattung! "the show must go on!" ... Das Bühnenbild, Entschuldigung, also die Zeche ist sehr hübsch hergerichtet, gewischt und gebohnert, mit Schweinwerfern, einem extra Podest für den großen Chor und schwarzem Vorhang. Es sieht aus wie ein Theater! Wahrscheinlich ist der Steinkohleklumpen, den der Steinmeier da in der Hand hält, auch aus Pappmaché!

Ja, die deutsche Steinkohle: die ist einfach zu teuer. ... Und warum? Weil es in Deutschland Tarifverträge und Gewerkschaften gibt, weil es strenge Vorschriften für Arbeitssicherheit gibt, weil es Vorschriften für die umweltverträgliche Entsorgung des Abraumes gibt und so weiter und so fort. Die Deutsche Steinkohle ist kein Gold, aber sie hieß einst "das schwarze Gold," weil sie nicht nur einige wenige, sondern auch ein ganzes Land reich gemacht hat. Ja Kohle war teuer, deswegen war auch Energie teuer, deshalb hat man Strom gespart und das Licht ausgemacht, wenn man es nicht mehr brauchte. Heute leuchten ganze Städte aus Shoppingcentern, vollklimatisiert, hell und riesig, ja da darf der Strom eben nichts mehr kosten.

Deswegen muss auch die nach Deutschland importierte Steinkohle billig sein, wir erzeugen aus ihr immerhin noch 15 Prozent unseres Stroms. (2017) (1) Eine Anfrage der GRÜNEN im Jahre 2015 (2) ergab folgendes: wir verbrennen Steinkohle aus (Reihenfolge ist Rangfolge): Russland, Kolumbien, USA, Südafrika und Australien.
Kurze Pause und unser erstes großes AHA!
Es ist also billiger, etwa 35 Millionen Tonnen (2013) Steinkohle um die halbe Welt zu schippern, als sie vor Ort zu gewinnen! Bei diesem Kohletransport entstehen jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Kohlendioxyd! (2)
Jetzt aber kommt das eigentliche AHA, nämlich das zu unserem Thema passende: Die Grünen Bundestagsabgeordneten fragten weiter nach den Bedingungen im Herstellerland. Bitte lesen Sie den Text nach, sie finden ihn in unseren Dokumenten, es ist zum Gruseln! Also bei Russland weiß man nur von den negativen Umweltfolgen, AHA(?) ansonsten bla bla bla. Interessant wird es bei Kolumbien (alle Zitate sind aus obiger Anfrage):

Aha, man "spricht Menschenrechtsverletzungen formal an", ... wie war das mit unsren Werkzeugen meine Lieben, also das ist nicht einmal ein Handbohrer. Aber die Grünen fragten weiter:

Die Antwort auf Frage 2 ist schnell zusammengefasst: Bla Bla Bla! ...(aber lesen Sie ruhig selbst nach!) Die Wahrheit ist, der Steinkohleabbau in Kolmbien durch internationale Konsortien ist an Brutalität der Bevölkerung und der Umwelt gegenüber kaum zu überbieten. Damit kann kein zivilisiertes Unternehmen konkurrieren! Die deutsche Regierung schaut tatenlos zu und macht sich zum Mittäter!

Meine Lieben, erinnern Sie sich bitte an unser letztes Kapitel und den Vergleich der Werkzeuge: Bohrinsel und Handbohrer! Verstehen Sie das Gleichnis! Unsere Regierung hat keine Bohrinsel, sie hat keinen Handbohrer, sie hat rein gar nichts, "Das Ansprechen innerhalb des formalen Menschenrechtsdialogs" also beim besten Willen, das ist kein Werkzeug, das ist Verarsche, entschuldigen Sie bitte den kumpelhaften Ausdruck! Ja, liebe Hannelore Kraft und liebe SPD-GenossInnen: das ist wirklich zum Weinen!"
Steinkohle aus Deutschland: Ein weitere einheimische Industrie verbunden mit einer reichen Kultur, geht ersatzlos den Bach runter, schuld daran ist wie immer die Globalisierung! Die kommt von Gott oder vom Teufel oder ist eine Naturkatastrophe, also auf keinen Fall sind dafür Regierungen zuständig, die spielen nur noch Theater!

Ende, der Vorhang fällt,
nach diesem wichtigen aber auch anstrengenden Akt geht auch unser Thema: "Energie und Umwelt" zu Ende. Unsere Erde ist bedroht, wir Menschen haben in nicht einmal einem halben Jahrtausend unseren Milliarden Jahre alten Planeten an den Rand seiner Existenz gebracht. Nein das ist nicht richtig, die Erde hat ja nur eine schwere Krankheit: sie hat "Mensch" ... Wenn wir es schaffen, uns selbst zu vernichten, wird die Erde weiter existieren und auf ihr viele Lebewesen, die sich sehr viel menschlicher benehmen als wir Menschen.
Das ist nur ein schwacher Trost ... nein das ist gar kein Trost! Noch ist es nicht zu spät. Wir haben den Willen, etwas zu ändern und wir haben in den letzten Kapiteln einige, sehr wirksame Werkzeuge in unseren immer größer werdenden geistigen Werkzeugkasten gelegt.

der Worte sind genug gewechselt. lasst uns nun endlich Taten sehen
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Bildquelle: pixabay


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