8. Schaffen von Freihandelszonen zur Herstellung energieintensiver Werkstoffe

Die zur Zeit weltweit existierenden Freihandelszonen stehen für gesetzlose Räume in denen skrupellose Konzerne „frei“ von jeder Gesetzlichkeit auf oft brutale Art und Weise jahrhunderte alte Sozialsstandards unterlaufen, rücksichtslosen Raubbau an der Umwelt betreiben und so besonders effektiv ihre Profitinteressen durchsetzen. Die lokalen Regierungen mit ihren oft korrupten Eliten sind zu machtlosen Handlanger degradiert. Lesen Sie dazu Naomi Kleins umfassende Bestandsaufnahme "No Logo," das Sie auch in unserer Mediathek finden.

Nun benutzen wir alle bis heute Messer obwohl Jack the Ripper und Kollegen mit diesem Werkzeug ihr gruseliges Handwerk verrichteten. Ein Werkzeug sollte man also nicht per se verteufeln, nur weil es auch in die falschen Hände gelangen kann.

Bildquelle: pixabay

Wir öffnen unseren geistigen Werkzeugkasten und legen ein weiteres sinnvolles Werkzeug hinzu. Wir nennen es erst einmal "Freihandelszone" und wissen, dass wir damit genau das Gegenteil der gegenwärtig herrschenden Praxis meinen.

Es macht durchaus Sinn, vorhandene oder neu zu schaffende Freihandelzonen zu errichten, um dort unter Einhaltung von hohen Umwelt- und Sozialstandards einheimische Rohstoffe zu einer höheren Fertigungsstufe zu verarbeiten und somit den klimaschädlichen Rohstofftourismuns zu verkleinern. Es ist in Zeiten des Klimawandels zwingend notwendig, energieintensive Werkstoffe wie Stahl und andere Metallprodukte oder etwa Kohlefaserverbundstoffe dort herzustellen, wo die Rohstoffe oder/und die notwendigen Energieressourcen vorhanden sind. Die "Freihandleszonen neuen Typus" können Vorbild für eine neue Arbeitskultur werden und so eine große Ausstrahlung auf die jeweilige Region haben.


Kommentare


Einloggen oder Registrieren um einen Kommentar zu schreiben