2. Die ökonomische Bewertung der Leistungen von Kindern und Jugendlichen sowie Erziehungsleistungen der Eltern

Meine Lieben,
wenn Sie gerade das letzte Kapitel gelesen haben und nun, wie bei einer spannenden Fernsehserie unbedingt wissen wollen, wie es weiter geht, dann würde jetzt eine Schrifttafel erscheinen:

... einige Jahre später ...

Meine lieben Zuschauer, ... Entschuldigung Leser, wir springen gedanklich weiter. Unser Neugeborenes aus Kapitel 1 ist den Babysachen längst entwachsen und ein munteres, kluges, lebenshungriges Kleinkind geworden.

Bildquelle: Das NeZ UG

Schauen wir uns den "Kontostand," also die Lebenssituation unserer Kleinen an. Es ist das zweite Kind seiner Eltern und hat noch ein kleines Geschwisterchen bekommen. Der Zuschuss zur Geburt der drei Kinder verwendeten die Eltern als Eigenenteil und konnten mit einem Kredit eine schöne große Wohnung kaufen. Die gegenwärtigen Kosten der Wohnung sind vergleichsweise gering und der Wert der Wohnung steigt. Die Familie ist unabhängig von Vermieterwillkür und Wohnungsknappheit. Die Kinder sind "begingt geschäftsfähig" und stehen als Eigentümer mit im Grundbuch.
Wenn sie erwachsen sind, können alle Familienmitglieder gemeinsam entscheiden, wie es weiter geht. Eine Variante ist der Verkauf der Wohnung und der Kauf einer dann ausreichenden kleineren Wohnung für die Eltern. Die Kinder müssen mindestens ihren eingezahlten Anteil plus Basiszins erhalten, was aber kein Problem ist, denn der Wertzuwachs der Wohnung ist enorm und steht den Kindern jetzt als Eigenkapital für den Erwerb einer eigenen Immobilie zur Verfügung. Es ist eine Bedingung des Zuschusses, dass bei einem Verkauf, die erzielte Summe immer wieder und ausschließlich für die Finanzierung einer neuen Immobilie genutzt werden muss. So ist jeder Missbrauch und jede Spekulation ausgeschlossen.
Schauen wir weiter, unsere Kleine hat ein eigenes Rentenkonto, dass schon einen schönen Punktebetrag als Belohnung für die Leistung seiner eigenen Geburt enthält. Unser Kleinkind ist "ruhendes" Mitglied einer kommunalen Einkaufs- und Handelsgenossenschaft sowie eines Energieversorgers. Mit dem Heranwachsen unseres Kindes, wächst auch seine Verankerung in der Gesellschaft, ohne Almosen, ohne Anträge und ohne jede Vergabebürokratie.

Nun begleiten wir den weiteren Lebensweg. Wenn das Kind in die Schule kommt, hat es vier- bis sechstausend Wörter gelernt, es kann laufen, springen, vielleicht sogar schon skifahren oder schwimmen. Es hat sich einen festen Platz in seiner Familie, in der Nachbarschaft und in der Kita erobert und behauptet diesen Tag für Tag. Vielleicht ist es sogar zweisprachig aufgewachsen und spricht diese beiden Sprachen fließend, in Afrika sprechen viele Kinder drei Sprachen, die Stammessprache ihrer Großeltern, die offizielle Landessprache und dazu noch französisch oder englisch. Viele Kinder können ein Instrument spielen, 168 Millionen Kinder(1) müssen weltweit arbeiten, die Hälfte davon unter Schwerstbedingungen wie Nachts oder Untertage, auch das leisten Kinder!

Der für uns nächste wichtige Punkt ist der Abschluss der Kita. Damit hat das Kind den pädagogischen Rahmenplan der Kita erfüllt und ist schulreif, eine große Leistung des Kindes, die wir wiederum ökonomisch bewerten, also belohnen. Auch wenn es dabei keine Prüfung gibt, wie es im übrigen auch für die Geburt, das Finden eines Lebenspartners und vieles andere, was wir Menschen "leisten!" keine Prüfung gibt! Die ökonomische Belohnung/Bewertung sieht folgendermaßen aus:

  • das Kind erhält einen weiteren, wenn auch im Vergleich zur Geburt viel kleineren Zuschuss zum Erwerb von Wohnungseigentum, damit tragen wir der ganz einfachen Tatsache Rechnung, dass ein Schulkind mehr Platz braucht: einen Schreibtisch, einen Bücherschrank, Platz für eine Modelleisenbahn oder ein Haustier, vielleicht sogar ein eigenes Zimmer. Der Zuschuss ist wiederum zweckgebunden und gehört dem Kind.
  • das Kind erhält einen weiteren Punktebonus auf seinem eigenen, bei seiner Geburt angelegten Rentenkonto
  • denkbar sind weitere Boni bei Mitgliedschaften in Lebensmittel-, Energiegenossenschaften und ähnlichem

Ja, liebe aufmerksame Leser, Sie haben Recht, diese Zuschüsse erhalten nur Kinder, die eine Kita absolviert haben, sei es eine staatliche oder ein freier Träger. Kinder, die zu Hause bleiben, erhalten diesen Zuschuss nicht! Damit wird ein weiterer Anreiz für Eltern geschaffen und eine noch stärkere Verpflichtung an die Gesellschaft gestellt, endlich überall ausreichende Kita-Kapazitäten zu schaffen. Lesen Sie in unserem Thema Bildung nach, wie Rahmenlehrpläne für Kitas helfen können, die größer werdenden Probleme mit Kindern aus bildungsfernen Haushalten zu lösen.
Nach dem Kita-Abschluss werden folgende weitere Leistungen des Kindes bewertet:

  • Abschluss der Grundschule
  • Abschluss der weiterführenden Schule: dabei werden Hauptschulabschluss, mittlere Schulreife (MSR) Fach- oder Hochschulreife gleich behandelt,

Es geht hier nicht um eine Klassifizierung nach Leistung, sondern um grundlegende "Menschenrechte," ein Abiturient braucht genau so viel Wohnraum wie ein Lehrling, die Grundsicherung für Rentner sollte für alle gleich sein.


Damit ist die Bewertung der Leistungen der Kinder und Jugendlichen im Hinblick vollständig, schauen wir uns nun die Eltern an:
Die Zeitpunkte der jweiligen Zuschüsse entsprechen denen der Kinder: Geburt, Kita-Abschluss, Grundschulabschluss und Schulabschluss. Die Eltern bekommen jedoch "nur" einen Zuschuss: Punkte auf dem Rentenkonto für alle Erziehungsberechtigten als Anerkennung der Erziehungsleistung.
Es gibt keine Zuschüsse für Wohnimmobilien, Denn die Eltern selber brauchen nach der Geburt ihrer Kinder nicht mehr Platz, die Kinder brauchen Platz, deshalb werden sie gefördert. Aber, die Eltern brauchen Zeit und diese Zeit haben sie nicht zum Arbeiten, also auch nicht zum Rentenpunkte sammeln. Diesem Umstand wird gebührend Rechnung getragen. So entsteht keine Bevorteilung von Menschen mit Kindern gegenüber Kinderlosen, aber die Familie wird als Ganze gefördert!
Es werden die Bedürfnisse der Kinder befriedigt und die Bereitstellung der für Kinder notwendigen Ressourcen ist nicht länger Privatsache der Eltern.

Unser schönes "Kapitel-Abschlussfoto" zeigt die Famile Ojeda Ruiz de Luna aus Guadalupe in der Provinz Cáceres in Spanien, fotografiert im September 2007 anlässlich der Feier der Goldenen Hochzeit.

Bildquelle: Wikimedia © Creative Commons Attribution-Share, Autor: Ojedamd


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