1. Die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens

Ja, den kennen Sie, aber schauen Sie sich unseren schönen geistigen Werkzeugkasten ruhig noch einmal an. Der hat mit den von uns beschriebenen Werkzeugen nicht viel zu tun, aber er ist schön, sicherlich ein wenig kitschig und wir gönnen unserem angestrengten Geist einfach ab und zu eine kleine Pause.

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Denn wie sehen unsere hochmodernen zukunftsweisenden Werkzeuge denn aus? Wie sieht ein Bild des bedingungslosen Grundeinkommens aus, das ist wirklich schwer vorstellbar ... und es wird sogar noch komplizierter!
Es gibt nämlich gar nicht das bedingungslose Grundeinkommen, denn die einzige Eigenschaft, die es für alle Menschen gemeinsam hat, ist seine Bedingungslosigkeit, das heißt, es gibt keine Antrags- Vergabe- und Überwachungsbürokratie. Jeder Mensch bekommt die seinem Alter und seiner Lebenssituation entsprechende Grundsicherung. Das von günstige-intelligenz.de geforderte bedingungslose Grundeinkommen wächst mit dem Menschen von Geburt an und begleitet ihn durch sein ganzes Leben.

Sie sehen, im Gegensatz zu den gleichlautenden Forderungen in den Kapiteln Gleichberechtigung von Mann & Frau & Kind und AfD & Co behandeln wir jedes Mal einen anderen Aspekt dieses vielseitigen Werkzeugs und es ist auch kein Zufall, dass das bedingungslose Grundeinkommen in diesem Kapitel die erste, weil zentrale Forderung ist. Das liegt auf der Hand, da es viele Transfersysteme ersetzt, die mit seiner Einführung überflüssig werden.
Schauen wir uns nun an, wie das bedingungslose Grundeinkommen funktionieren könnte.

  1. Das bedingungslose Grundeinkommen stellt nur ein Teil und zwar die Basis der individuellen sozialen Absicherung des Menschen dar. Das Grundeinkommen wächst mit dem Erdenbürger, das bedeutet, es gibt verschiedene Kategorien, also verschieden hohe Beträge für folgende Gruppen:
    - Babys und Kleinkinder bis zur Schulreife bzw. bis zum 7. Lebensjahr
    - Kinder bzw. Schüler bis zum 14. Lebensjahr
    - Jugendliche bzw. junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr
    - Erwachsene bis zum 42. Lebensjahr
    - Erwachsene bis zum 63. Lebensjahr
    - Senioren
    Für alle Memschen aus der jweiligen Bevölkerungsgruppe ist das Grundeinkommen gleich, automatisch mit dem Erreichen eines neuen Lebensabschnittes erhält jeder Mensch das ihm zustehende Grundeinkommen bedingungslos und ohne jede Bürokratie. Die Einteilung in die Gruppen entspricht dem typischen Verlauf eines Menschenlebens, erfordert aber keine konkrete Festlegungen, wann etwa ein Mensch welche Berufsausbildung abschließt oder wann er in Rente geht. Die Menschen können ihre individuelle Lebensplanung daran anlehnen, so wie sie es selbst wollen.
  2. Zusätzlich zu der, für alle Menschen einer Bevölkerungsgruppe gleichen Grundsicherung, erarbeitet sich jeder Mensch, entsprechend seinem individuellen Lebenslauf und seiner ebenfalls individuellen Lebensleistung weitere Versorgungsansprüche wie Bildungsgutscheine, Gutscheine für Erziehungsleistungen, sowie die in seinem Erwerbsleben erworbene individuelle Rente und so weiter und so fort.
  3. Aus der Summe der gesellschaftlich zugesicherten Basis und dem individuellen Lebensleistungen ergibt sich das Versorgungsprofil des Menschen. Es wird also kaum zwei 90jährige geben, die das exakt gleiche Einkommen haben, es sei denn, sie haben tatsächlich identische Lebensläufe.
  4. Die Anpassung und Festlegung der Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens ist ein dynamischer Prozess, welcher von drei Beteiligten gestaltet wird: Zum Ersten eine ehrenamtliche Interessevereinigung - der Verband - der Grundeinkommensbezieher als starke Lobby, dann mindestens zwei wissenschaftliche Institute und zu guter Letzt die Finanzverwaltung des Bundes. Denkbar ist auch ein bedingungsloses Grundeinkommen basierend auf Länderebene.

Dies sind nur grobe, denkbare Gestaltungsmöglichkeiten dieses wichtigen Werkzeuges. Schon daran ist aber die Begrenztheit vieler Gegenargumente zu erkennen. Diese Grundsicherung macht weder alle Menschen gleich, sie ist auch keine „soziale Hängematte,“ die den menschlichen Drang zum Handeln einschränkt und sie ist auch keine Aneignung von Ressourcen, die eigentlich für anderes da sein sollten.

Das bedingungslose Grundeinkommen ist der Anfang einer gerechten Verteilung der Gewinne, die die Produktivkraft Mensch erwirtschaftet. Der heute erreichte Stand unserer Produktivkräfte ist das Werk vieler Menschen über viele Generationen. Heute kommen die Früchte dieser Entwicklung nur vergleichsweise Wenigen zu Gute und es werden immer weniger. Dieser Zustand ist unnatürlich und muss beendet werden, denn er ist die Ursache immer größerer Verteilungskämpfe und anderer Krisen.

Das bedingungslose Grundeinkommen befreit den Menschen aus seiner Abhängigkeit für jeden Lohn arbeiten oder von erniedrigenden Transfersystemen leben zu müssen. Neben den nach wie vor notwendigen und von günstige-intelligenz.de beschriebenen vielfältigen und mächtigen Interessenvertretungen verschiedener Bevölkerungs- Berufs- und Interessengruppen ist das bedingungslose Grundeinkommen das universelle Werkzeug, das jedem Menschen ein menschliches Dasein ermöglicht. Ein Leben auf einfachstem Niveau, aber unabhängig, nicht erpressbar und einander auf Augenhöhe begegnend. Diese Forderung ist schon so alt und wurde schon so oft in Stein gemeißelt, blieb aber bisher in ökonomischer Hinsicht nur ein frommer Wunsch: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

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Natürlich ist es ein langer langer Weg, auf dem es Pioniere, Nachzügler, Erfolge und Rückschlage geben wird, bis irgendwann, hoffentlich weltweit ein regional und kulturell unterschiedliches Grundeinkommen vergeben wird. Für die Einführung des bedingungslsoen Grundeinkommens gibt es keine vernünftige Alternative, denn auch hier gilt: gefährlicher und teurer als es zu tun, ist nur ... es nicht zu tun.

Wir schauen uns im nächsten Punkt die heutige Praxis an, die oft des Menschen unwürdig ist und möglichst bald überwunden wird:

2. Abschaffung der bestehenden sozialen und Transfersysteme



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