Subventionen

PROLOG
Wir haben uns daran gewöhnt: ... ALLES ...
wird subventioniert: Lebensmittel, Baumwolle, Arzneimittel, Theaterkarten, der Solarstrom und sogar Benzin!
Wir haben uns daran gewöhnt: ... ALLE ...
werden subventioniert: Bauern, Handwerker, Musiklehrer, Studenten, Arbeitslose und sogar die englische Queen!
Wir haben uns daran gewöhnt: ... UNSER GESAMTES LEBEN ...
wird subventioniert: das Bildungswesen, das Gesundheitswesen, die Kultur, die Wasserwerke, die Tiefseefischerei, und sogar der Handelskonzern METRO!

Würden wir aufgefordert werden, etwas zu benennen, von dem wir uns definitiv sicher sind, dass es nicht subventioniert wird, fielen mir spontan nur zwei Bereiche ein: Prostitution und Drogenhandel. Ich würde jedoch keinesfalls meine Hand dafür ins Feuer legen, ob nicht über irgend einen Umweg die "schnelle Nummer" noch als Sozialleistung durchgeht, und der Arzt der ADHS behandelt, verkauft die gleiche Droge wie der Dealer vor der Disco: Ritalin ist Speed!

Auf alle Fälle wissen wir ... gar nichts!

Wir wissen, dass da irgendwie Milliarden „den Bach runter gehen.“ Wir wissen aber auch, dass ein Bauer, obwohl subventioniert, bei den heutigen Milch- und Weizenpreisen kaum überleben kann.

Wir wissen, dass es in ganz Europa stadtteilgroße Verwaltungen gibt, die ein Mehrfaches dessen kosten, was sie letztlich an den Subventionsempfänger auszahlen.

Wir wissen, dass wir das Brot im Supermarkt nicht bezahlen könnten und eine Theaterkarte ein Luxus für Reiche wäre, aber irgendwie bezahlen wir es ja doch, ist es ja unser Geld, das da umverteilt und verschleudert wird.

Wir erleben, wie Politiker, die etwas verändern wollen, einen Kampf wie David gegen Goliath führen in einem System, das sich seit Jahrzehnten vollkommen verselbständigt hat und in einem Sumpf von egoistischen Gruppeninteressen untergegangen ist. Wir wissen nicht einmal mehr, was der Unterschied zwischen, "subventioniert," "gefördert," und "bezuschusst" ist, ganz zu schweigen, von wem, wie lange, woher und wohin, ...

Diese ganzen „W“ ... und irgendwann bleibt ein ganz großes „W“ übrig, nämlich das WARUM?

Warum erhalten Agrarsubventionen in erster Linie Großbetriebe, Großgrundbesitzer und Konzerne wie die METRO, MÜLLERMILCH oder SÜDZUCKER? Selbst die Queen wird subventioniert, während der kleine Bauer, der sein Land pachten muss, kaum überleben kann und hunderttausende bäuerliche Betriebe in den letzten Jahrzehnten aufgegeben haben.

Warum ist einen Banane dort, wo sie wächst, teurer als im Supermarkt an der Ecke?

Warum werden Tiere gequält, indem man sie durch ganz Europa karrt, nur um an jeder Landesgrenze eine neue Subventionen einzustreichen?

Warum müssen Milchkühe heutzutage 14.000 Liter Milchleistung bringen, um nach zwei Jahren „Hochleistungssport“ fix und fertig geschlachtet zu werden, wozu diese Tierquälerei?

Warum stoßen im Ärmelkanal Fähren zusammen, weil sie technisch vollkommen veraltet sind, während jedes noch so kleine Fischerboot Überwachungs-HighTech an Bord hat, um zentimetergenau seine Fahrroute und grammgenau den Fang zu ermitteln?

Warum findet die umweltzerstörende Tiefseefischerei weiter statt, die überhaupt keinen wirtschaftlichen Sinn hat und ausschließlich wegen der Subventionen betrieben wird?

Warum wird in Brandenburg in Deutschland ein Binnenhafen hochseetauglich erweitert, obwohl ihn wegen der vorher zu durchfahrenden Flussbrücken niemals auch nur ein einziges Hochseeschiff erreichen kann?

Warum wird der spanische Stierkampf subventioniert?

Warum töten amerikanische, japanische und europäische Baumwollsubventionen in Afrika Menschen?

Warum kostet ein Löschhilfsfahrzeug in Berlin eine Million Euro?

Warum kostet eine Krankenwagenfahrt über 700 Euro?

Warum ist der Pflegesatz der Berliner Krankenhäuser für eine Nacht teurer als die Übernachtung in einem Luxushotel?

Warum kostet eine Chemotherapie zehntausende Euro, während der Arzt für ein Patientengespräch nicht einmal fünf Euro pro Quartal erhält?

Warum ist es für einen Rentner billiger, sein Leben auf Kreuzfahrtschiffen zu verbringen, als in einem Pflegeheim?

Warum bekommen amerikanische Hollywood-Großproduktionen Millionen von europäischen Filmfördergeldern hinterher geworfen, weswegen dieses Geld in Fachkreisen auch „Stupid German Money“ genannt wird?

Warum wird eine Eintrittskarte in einem Opernhaus mit über 200 Euro subventioniert?

Warum müssen Schauspieler, Regisseure und der gesamte Stab von Stadttheatern für jede Vorstellung eingeflogen werden?

Meine lieben Leser, man könnte mit diesem Wahnsinn Bücher füllen. Wir stehen hilflos davor und fragen uns, wie konnte ein durchaus sinnvolles Instrument zu einem Monster mutieren, dass seinen eigentlichen Zweck schon lange nicht mehr erfüllt und uns alle belastet. Wie konnte die Geschichte nur so aus dem Ruder laufen?

Ist es am Ende doch der Mensch, der in seiner Unzulänglichkeit, mit seinem Egoismus und seiner Gier jede gute Idee zerstört? Nein meine Lieben, der Mensch ist wie er ist! Das ist keine unbedingt beruhigende Erkenntnis, weil fehlerhaftes, egoistisches, ja gieriges Verhalten nun einmal leider Gottes ... menschlich ist. Es ist aber genau so menschlich, Dinge zu erkennen, zu hinterfragen und ... sie zu ändern.

Deswegen sind wir hier, deswegen gibt es günstige-intelligenz.de Wir besinnen uns wieder auf unsere Methode, nicht an der Oberfläche nach den Antworten zu suchen, sondern zum Kern der Dinge, zum System vorzustoßen und finden ...

DIE IDEE

Im Falle der Subventionen ist die von uns gefundene Antwort so einfach, dass wir uns erstaunt fragen, warum wir nicht gleich darauf gekommen sind. Es kommt sogar noch besser. Die nun folgenden zehn Forderungen können wir auf einen einzigen Satz, auf eine einzige Idee destillieren! Zuerst einmal schaffen wir das bisherige Subventionssystem ab bzw. wir stellen es "vom Kopf auf die Füße!" ...

Pause!

Erschrecken: ein System, das Tausende beschäftigt, das Leben von Millionen beeinflusst und Milliarden verschlingt komplett abschaffen?! ... Ja meine Lieben, dieses System steht Kopf und gehört so schnell wie möglich abgeschafft um Platz für ein neues zu schaffen: jetzt kommt der Satz, jetzt kommt die neue, grundlegende Idee:

Nicht die Produktion wird subventioniert, sondern die Konsumtion!

Keine Butterberge, Milchseen und sinnlosen Hochseehäfen mehr, keinen Cent mehr für Tiefseefischerei und Zuckerkonzerne. Für die Queen gilt: „God save the Queen!“ ... Richtig gehört Kollege Rauschebart auf Wolke Sieben: die Queen unterstützt in Zukunft nur noch Du und zwar alleine!

Dafür werden in Zukunft wir subventioniert: ... Ja meine Lieben,

wir, die leider so unzulänglichen Menschlein erhalten die Subventionen,

wir bekommen auf ganz einfache Art und Weise das Geld zurück, was

wir vorher durch Steuern und Staatsschulden bezahlt haben.

Wir entscheiden, wir bekommen die Macht!

- Ein Kilo Rindfleisch kostest, was es kostet, wir bezahlen den Preis, den der Bauer zum Leben braucht.
- Eine Theaterkarte kostet, was sie kostet, wir bezahlen den Preis, den das Theater benötigt, um zu wirtschaften.
- Ein Pullover kostet das, was er kostet, wenn auch die Näherinnen vernünftig bezahlt werden.
- Natürlich ist Bio teurer als konventionell, natürlich ist ein weit hergereistes Produkt teurer, als das vom Erzeuger um die Ecke. ...

Lassen Sie sich das eben Gelesene durch den Kopf gehen, meine Lieben, dann spüren Sie, wie schon auf den ersten gedanklichen Schritten in unsere neue Subventionswelt eine geschundene Pflanze ihre zerfetzten Blätter zaghaft in Richtung Sonne dreht, wie der ausgetrocknete Boden feucht und zum Lebensspender der schon fast vertrockneten Kreatur wird: dieses Pflänzchen heißt "der Markt," ja, der kapitalistische Markt erwacht zu neuem Leben und wird wieder das, was er im kapitalistischen System zu sein hat: Das Maß aller Dinge!

Deswegen heißt die nämlich so: Marktwirtschaft! Ja meine Lieben, wir leben in einer Marktwirtschaft. Wir leben nicht in einer „Subventionswirtschft“ und auch nicht in einer „Alle-zahlen-und-einige-werden-reich-Wirtschaft.“ Der Markt, die von Politikern, Bürokraten und Egoisten geschundene Kreatur lebt wieder auf und wird zu dem kräftigem Baum, der uns alle tragen kann.

Aber wie soll denn das funktionieren, wenn wir als Verbraucher die unsubventionierten Preise zahlen müssen? Wie finanzieren wir das, wie bekommen wir und vor allem von wem bekommen wir denn dann unsere Subventionen? Für das Kilo Rindfleisch und eine Theaterkarte bezahlen wir erst einmal astronomische Summen und am Monatsende bekommen wir unsere persönlichen Subvention ausgezahlt, das wird anfangs ein recht hoher Betrag sein, vielleicht sogar mehr als manche Familie an eigenen Einkünften hat.

Und wie funktioniert das praktisch?

Dazu meine lieben Subventionsanfänger ist eine kleine Revolution nötig, in Form eines Sticks, den jeder von uns in hoffentlich absehbarer Zukunft am Schlüsselbund haben wird. Ich spüre förmlich Ihre Ungeduld, wir kommen aber an dieser Stelle schon zu sehr ins Detail, lassen sie uns erst die zehn Forderungen formulieren, in den Erläuterungen dazu steht dann alles drin, sie werden staunen!

Die zehn Forderungen zur Reform des Subventionssystems: