1. Ein neues Subventionssystem

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Bevor wir die Idee unsere neuen Subventionssystems vertiefen, führen wir uns noch einmal den Zustand unseres heutigen Subventionssystems vor Augen:

  • Auf der einen Seite: explodierende Kosten und eine ausufernde, nicht mehr zu durchschauende Büro- und Technokratie. Auf der anderen Seite: egoistische Gruppeninteressen, die den eigentlichen Sinn aller Subventionen Schritt für Schritt ad absurdum führen.
  • In der Mitte der Staat, der einerseits die Mittel für das immer größer werdende Subventionssystem durch Steuern oder Schulden aufbringen muss, die Kosten aber nicht in den Griff bekommt. Anderseits verschmilzt der Staat selbst immer mehr mit dem Kapital, das die Subventionen erhält. Dieser Interessenkonflikt führt dazu, dass der eigentlch illegale Missbrauch von Subventionen Interesse einzelner Gruppen staatlich abgesegnet und somit "legal" wird.
  • Der Staat kann dieser, sich widersprechenden Doppelfunktion nicht gerecht werden. Die Zeche zahlen die Bürger und die Völker. In den hoch entwickelten Ländern trägt der Steuerzahler immer neue Subventionsmilliarden, die dann direkt in den Profit einer verschwindend kleinen Schicht der Bevölkerung umgewandelt werden.
  • Die eigentliche Aufgabe, unerwünschte Nebenwirkungen des kapitilistischen Marktes abzudämpfen ist vollkommen gescheitert und interessiert niemanden mehr. Bäuerliche Kleinbetriebe wurden in den letzten Jahren zu tausenden ruiniert, die Bürger zahlen trotzdem überhöhte Preise. Subventioniert werden Großbetriebe und Handelsgiganten, die sich mithilfe korrupter oder unfähiger Politiker an Volksvermögen nahezu unkontroliert bereichern.
  • Ausufernde Subventionen sind gefährlich für das System Kapitalismus. Die Marktgesetze werden immer mehr ausgehebelt und so verwandelt sich eine kapitalistischen Marktwirtschaft sukzessive in eine sozialistische Planwirtschaft, dies ist der Anfang vom Ende.
  • Auch die anderen Existenzbedingungen des Kapitalismus, nämlich die Gleichheit der Profiterwartungen und der darauf basierende frei Kapitalfluss werden nach und nach ausgehebelt, das sind weitere Nägel am Sarg des Kapitalismus.

Nach der Einführung des Freihandelsabkommens zwischen den USA und Mexiko überschwemmte der billige, hoch subventionierte und genmanipulierte US-Mais den mexikanischen Maismarkt, der daraufhin in wenigen Monaten vollkommen zusammenbrach. Der Maisanbau lohnte sich für die mexikanischen Bauern überhaupt nicht mehr, sie mussten etwas Neues finden, die Drogenkartelle boten die Alternative: Kokapflanzen und andere Drogen. Der daraufhin entbrannte Drogenkrieg hat bisher 60.000 Menschenleben gefordert, Zehntausende werden vermisst und die mexikanische Zivilgesellschaft versinkt in einem Sumpf von Gewalt und Korruption. Das Wort Menschenrechte ist für die Einwohner Mexikos zu einem Fremdwort geworden.

In den Entwicklungsländern zerstören subventionierte Lebensmittel, Textilien und andere Konsumgüter, die in Europa, Japan und den USA nur um der Subvention willen hergestellt wurden und dort gar nicht verkauft werden können, die einheimischen Industrien und führen zur massenhaften Verelendung. Dies ist die wichtigtse Ursache für die neuzeitlichen Völkerwanderungen und: Diese Subventionen töten Menschen!

Dies alles, weil das bisherige System die produzierte Ware subventioniert und nicht die verkaufte. Der Erzeuger wird subventioniert und arbeitet nach der einfachen Methode, je höher die Produktion, desto höher die Subvention, also der Gewinn. Alle Kontrollmechanismen erweisen sich letztlich als nutzlos, weil sie dem Problem nicht einmal im Ansatz Herr werden, sondern nur weitere, sinnlose Kosten auslösen.

Das von günstige-intelligenz.de geforderte neue Subventionssystem stellt das bisherige vom Kopf auf die Füße.
Nicht mehr die Produktion wird subventioniert, sondern allein die Konsumtion. So werden die Marktmechanismen wieder in Kraft gesetzt: der Markt ist das alleinige Instrument des Kapitalismus, auf dem sich eine Ware realisieren muss. Die Nachfrage regelt das Angebot, der Markt regelt den Preis. Jeder Missbrauch ist vom neuen System her von vornherein ausgeschlossen. Der Staat wird aus seiner Doppelrolle befreit und macht nur noch das, wozu er da ist, er schafft die politischen Rahmenbedingungen. Das produzierende Kapital erhält keine Subventionen und kann keinen politischen Einfluss auf den Staat (Subventionsgeber) ausüben. Der einzige Subventionsempfänger ist der mündige Bürger.

Den letzten Satz lassen wir uns noch einmal auf der Zunge zergehen: Der einzige Subventionsempfänger ist der mündige Bürger. In der Forderung 2 und in der Forderung 3 erfahren Sie, wie das genau funktioniert. Wie auch bei anderen Forderungen von günstige-intelligenz.de werden Sie sich vielleicht fragen, was für ein Aufwand?! Die Antwort ist wieder ganz einfach: Teurer es zu tun, ist nur, es nicht zu tun. Genauso wie die explodierenden Gesundheitskosten und die Bildungsmisere sind die aus dem Ruder gelaufenen Subventionen eine existenzielle Bedrohung unseres Wirtschaftssystems. Da nützt es nichts, weiter in ein nicht funktionierendes System zu investieren, das bisherige Subventionssystem muss weg! Die Organisation des heutigen Systems verschlingt Unsummen, die nicht einmal zu beziffern sind und diese Summen werden nicht kleiner, sondern größer, da die Probleme nicht gelöst, sondern nur vergrößert werden. Die Agrarsubventionen der letzten Jahrzehnte haben kein einziges Problem gelöst und noch dazu viele negative Nebeneffekte erzeut, bsihin zur Beschleunigung des Klimawandels.

Das neue System ist darauf angelegt, sich bei einer erfolgreichen Entwicklung selbst überflüssig zu machen. Das behandeln wir in den weiteren Forderungen. Die Struktur des neuen Systems ist von sich aus frei von allen Interessenskonflikten. Die gesellschaftlichen Partner werden auf ihre eigentlichen Funktionen zurück geführt: Die Produzenten produzieren, der Staat schafft die politischen Rahmenbedingungen, ein regulierter Markt regelt den Preis. Das Bundesinstitut, das die Höhe der Subventionen und die Subventionsprofile festlegt, dient nur einem einzigen "Herrn," nämlich dem mündigen Bürger, also uns allen!

Das Langzeitziel des neuen Subventionssystems ist es, sich Schritt für Schritt selbst überflüssig zu machen. Jawohl, meine lieben Leser, es ist möglich, ... ein Leben ohne Subventionen. Wenn es immer besser gelingt, den Preis einer Ware auf dem Markt mit den Bedürfnissen der Produzenten und den Möglichkeiten der Konsumenten in Übereinstimmung zu bringen, sind Subventionen überflüssig. Das klingt einfach, ist aber ein sehr komplexer gesellschaftlicher Prozess, dazu braucht man die richtigen Werkzeuge. Unser neues Steuer-, Subventions- und Sozialsystem zeigen den Weg, auch wenn das Ziel noch weit ist.

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